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Sind sie wieder da? Vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern fürchten nicht wenige, dass es wieder fünf vor 33 ist. Aber stimmt das überhaupt? Wir machen uns auf die Spurensuche: Wie war das damals eigentlich genau mit dem Aufstieg der Nazis? Wie konnte eine kleine, extremistische Splitterpartei aus Bayern legal an die Macht kommen? Und was hat das mit uns heute noch zu tun? Von Braunau am Inn, wo Hitlers Geburtshaus gerade bis zur Unkenntlichkeit in eine Polizeidienststelle umgebaut wird, über das Geburtshaus von Goebbels, das der Künstler Gregor Schneider entkernen ließ, bis zum Reichsparteitagsgelände in Nürnberg, wo der braune Geist durch Kultur gebannt werden soll: Der Umgang mit den steinernen Zeugen der Naziherrschaft fällt unterschiedlich aus. Neutralisieren? Auf den Schutthaufen der Geschichte werfen? Für künftige Generationen bewahren? Die Erinnerungskultur ist ein umstrittenes Feld. An was erinnern wir uns? Institutionell und privat? Und welche Schlüsse ziehen wir daraus für unser eigenes Handeln? Seit die Mitgliederkartei der NSDAP digital verfügbar ist, haben zehntausende Deutsche ihre Familienangehörigen eingegeben. War Opa Täter? Mitläufer? Oder so unschuldig, wie er immer beteuert hat? Auch die Kunsthistorikerin Christina Strunck ("Die Aufsteiger") hat ihre eigene Familie durchleuchtet. Und mit ihren Rechercheergebnissen viel Staub aufgewirbelt. Katty Salié fragt den Historiker Götz Aly ("Wie konnte das geschehen?") und den Polit-Aktivisten und Aktionskünstler Philipp Ruch ("Der Rückfall") wie die Demokratie 1930 in nur einer Wahlnacht sterben konnte. "aspekte" heftet sich an die Fersen des jungen Adolf Hitlers in Wien, fragt den Historiker Hannes Leidinger, wie ein gescheiterter Kunststudent und obdachloser Tagträumer es bis zum Reichskanzler bringen konnte und besucht die neue Ausstellung "Hitler und der Kampf um die Demokratie" im Haus der Bayerischen Geschichte. Sind wir heute besser gewappnet für diesen Kampf? Oder stehen wir kurz davor, alte Fehler zu wiederholen? Auch der Berliner Musiker Gidon Carmel macht sich da so seine Gedanken. Sein neues Konzeptalbum hat er seiner Großmutter Joka gewidmet. Die wurde 1944 in Ungarn in einen Zug gesperrt. Endstation: Auschwitz.

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Sind sie wieder da? Vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern fürchten nicht wenige, dass es wieder fünf vor 33 ist. Aber stimmt das überhaupt?

Wir machen uns auf die Spurensuche: Wie war das damals eigentlich genau mit dem Aufstieg der Nazis? Wie konnte eine kleine, extremistische Splitterpartei aus Bayern legal an die Macht kommen? Und was hat das mit uns heute noch zu tun?

Von Braunau am Inn, wo Hitlers Geburtshaus gerade bis zur Unkenntlichkeit in eine Polizeidienststelle umgebaut wird, über das Geburtshaus von Goebbels, das der Künstler Gregor Schneider entkernen ließ, bis zum Reichsparteitagsgelände in Nürnberg, wo der braune Geist durch Kultur gebannt werden soll: Der Umgang mit den steinernen Zeugen der Naziherrschaft fällt unterschiedlich aus. Neutralisieren? Auf den Schutthaufen der Geschichte werfen? Für künftige Generationen bewahren?
Die Erinnerungskultur ist ein umstrittenes Feld. An was erinnern wir uns? Institutionell und privat? Und welche Schlüsse ziehen wir daraus für unser eigenes Handeln?
Seit die Mitgliederkartei der NSDAP digital verfügbar ist, haben zehntausende Deutsche ihre Familienangehörigen eingegeben. War Opa Täter? Mitläufer? Oder so unschuldig, wie er immer beteuert hat? Auch die Kunsthistorikerin Christina Strunck ("Die Aufsteiger") hat ihre eigene Familie durchleuchtet. Und mit ihren Rechercheergebnissen viel Staub aufgewirbelt.
Katty Salié fragt den Historiker Götz Aly ("Wie konnte das geschehen?") und den Polit-Aktivisten und Aktionskünstler Philipp Ruch ("Der Rückfall") wie die Demokratie 1930 in nur einer Wahlnacht sterben konnte.

"aspekte" heftet sich an die Fersen des jungen Adolf Hitlers in Wien, fragt den Historiker Hannes Leidinger, wie ein gescheiterter Kunststudent und obdachloser Tagträumer es bis zum Reichskanzler bringen konnte und besucht die neue Ausstellung "Hitler und der Kampf um die Demokratie" im Haus der Bayerischen Geschichte.

Sind wir heute besser gewappnet für diesen Kampf? Oder stehen wir kurz davor, alte Fehler zu wiederholen? Auch der Berliner Musiker Gidon Carmel macht sich da so seine Gedanken. Sein neues Konzeptalbum hat er seiner Großmutter Joka gewidmet. Die wurde 1944 in Ungarn in einen Zug gesperrt. Endstation: Auschwitz.